2.3 Durchführungsphase
Die Durchführungsphase ist der Punkt, an dem der Projektbauplan Realität wird. Teams handeln, bauen Ergebnisse und arbeiten gemeinsam auf die Projektziele hin.
Diese Phase verbraucht die meisten Ressourcen — Personen, Zeit, Kosten — und hier werden echter Fortschritt, Qualität und Anpassungsfähigkeit getestet. Der Schlüssel ist nicht nur „dem Plan folgen", sondern wie gut sich das Team anpasst und weiterhin vorwärts kommt, wenn sich die Realität verschiebt.
Zweck der Durchführungsphase
Das Ziel ist klar: Den Plan innerhalb des vereinbarten Umfangs, der Qualität, des Zeitplans und des Budgets ausführen — und tatsächliche Ergebnisse liefern.
Um das zu erreichen, müssen Sie das Team und das Projekt aus mehreren Blickwinkeln steuern:
- Fortschrittsverfolgung: Durchführung in Echtzeit überwachen und justieren
- Qualitätskontrolle: Sicherstellen, dass Ergebnisse die geforderten Standards erfüllen
- Teammanagement: Menschen ausgerichtet, motiviert und unterstützt halten
- Änderungsmanagement: Umfangsänderungen und Überraschungen handhaben
- Stakeholder-Kommunikation: Klar und schnell auf externen Input reagieren
Zentrale Aktivitäten während der Durchführung
1. Arbeit zuweisen und starten
Aufgaben werden auf Basis des PSP und Zeitplans zugewiesen. Erfolg hängt hier davon ab, ob der Plan in umsetzbare, klar zugeordnete Aktionen zerlegt wurde.
2. Fortschritt verfolgen und berichten
Beobachten Sie täglich den Aufgabenabschluss, teilen Sie wöchentliche/monatliche Updates. Tauchen Verzögerungen oder Probleme auf, handeln Sie sofort, um Kaskadeneffekte zu verhindern.
3. Team und Kommunikation managen
Bricht die Kommunikation zusammen, leiden Fortschritt und Qualität. Nutzen Sie regelmäßige Stand-ups, 1-zu-1-Gespräche, Chats und informelle Check-ins, um den Informationsfluss aufrechtzuerhalten. Unterstützen Sie psychologische Sicherheit und Flexibilität — die menschliche Seite zählt.
4. Qualitätskontrolle durchführen
Stellen Sie sicher, dass Ergebnisse die erwarteten Standards erfüllen. Nutzen Sie dokumentierte Review-Prozesse, Testpläne und Checkpoints, um Output mit vorab definierten Qualitätskriterien zu vergleichen.
5. Probleme und Änderungen managen
Unerwartete Probleme und Änderungsanfragen werden auftreten. Der Schlüssel ist ein klarer Prozess zum Erfassen, Priorisieren und zur Abstimmung über Maßnahmen — nicht das Verlassen auf Bauchgefühl oder das Urteil einer Einzelperson.
6. Stakeholder-Interaktionen handhaben
Anfragen von externen Kunden oder anderen Abteilungen wollen effizient bearbeitet werden. Wie gut Sie reagieren, prägt direkt Vertrauen und laufende Unterstützung.
Hilfreiche Werkzeuge und Techniken
Setzen Sie Werkzeuge ein, um Transparenz und Effizienz zu erhöhen:
- Gantt-Diagramme / Kanban-Boards: Aufgabenfortschritt visualisieren
- Tageslogs / Fortschrittsberichte: Alle ausgerichtet halten
- Problem-Tracking-Listen: Offene Probleme erfassen und steuern
- Chat- & Dokumentenwerkzeuge: Reibungslose Remote-Zusammenarbeit ermöglichen
Häufige Fallstricke in der Durchführung
- Zu starke Bindung an den Plan: Erwarten Sie Abweichungen vom Drehbuch — das ist normal.
- Verzögertes Berichten: Je schlimmer eine Lage wird, desto verlockender ist es zu schweigen — was es schlimmer macht.
- Wissensinseln: Wenn nur eine Person etwas versteht, ist das ein Risiko. Dokumentieren und teilen.
Zusammengefasst: Aktion mit Aufsicht ausbalancieren
Die Durchführungsphase bewegt sich schnell und unvorhersehbar. Statt starr am Plan festzuhalten, müssen Teams sich anpassen, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.
Für Projektmanager geht es in dieser Phase um mehr als Aufsicht — es geht darum, das Team an der Basis und die Entscheider darüber zu verbinden. Diese Balance definiert erfolgreiche Durchführung.
So sieht das in AB aus
Die Durchführung ist die Phase, in der AB Project Management sein Geld wert ist:
- Fortschrittsverfolgung → das Fortschritt-%-Feld jeder Aufgabe plus das Statusfeld werden im Projekt-Dashboard aggregiert. Der Kalender zeigt, was diese Woche fällig ist — ohne dass jemand einen Bericht schreibt.
- Problemverfolgung → Aufgaben vom Typ „Bug" oder „Issue" stehen neben Lieferarbeit, sodass Probleme nicht auf einer separaten Liste liegen, die niemand pflegt.
- Kommunikation → Adaptive Cards in Ihrem Teams- oder Slack-Kanal kündigen Statusänderungen an; Erwähnungen pingen die richtige Person an der richtigen Aufgabe; der Verlaufstab führt einen Audit-Trail ohne manuelles Logging.
- KI-Unterstützung → KI-Assistenten, die über den MCP-Server angebunden sind, können offene Aufgaben lesen, Kommentare posten, den Status ändern und Teilaufgaben anlegen — und schließen so den Kreis bei Routine-Updates, ohne Sie zurück ins Dashboard zu zwingen.
Das Ziel ist nicht mehr Berichterstattung. Es ist, den tatsächlichen Zustand des Projekts allen ständig sichtbar zu machen, damit das Gespräch sich darum drehen kann, was als Nächstes zu tun ist — statt darum, was gerade gilt.
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