1.1 Definition eines Projekts
Wenn Menschen das Wort „Projekt" hören, denken sie oft an große Initiativen — umfangreiche IT-Rollouts, Bauvorhaben. Aber ein Projekt muss nicht riesig sein. Auch viel Alltagsarbeit qualifiziert sich, solange sie ein klares Ziel und einen definierten Endpunkt hat.
Das Project Management Institute (PMI) formuliert es so:
„Ein temporäres Vorhaben, das durchgeführt wird, um ein einzigartiges Produkt, eine Dienstleistung oder ein Ergebnis zu schaffen."
Zwei Merkmale tragen den Großteil dieser Definition:
- Temporär: Ein Projekt hat einen definierten Anfang und ein Ende. Anders als der laufende Betrieb endet es, sobald sein Ziel erreicht ist.
- Einzigartiges Ergebnis: Das Resultat ist etwas Neues — ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Ergebnis, das in dieser Form vorher nicht existierte.
Ein paar typische Beispiele:
- Entwicklung eines neuen Produkts
- Einführung eines Systems zur Automatisierung eines bestehenden Arbeitsablaufs
- Planung und Durchführung einer internen Firmenveranstaltung
- Konzeption und Einführung einer Verbesserung im Kundenservice
Was sie verbindet: ein klares Ziel und ein definierter Endpunkt. Sobald Sie diese beiden Merkmale erkennen können, fällt es leichter, im Tagesgeschäft echte Projekte zu identifizieren — und zu sehen, was nur Beschäftigung im Projektgewand ist.
So sieht das in AB aus
Jeder Arbeitsbereich in AB Project Management ist genau um diese beiden PMI-Merkmale herum gebaut. Das Anlegen eines neuen Projekts fragt Sie nach einem Startdatum, einem geplanten Enddatum, den beteiligten Mitgliedern und einer Beschreibung des zu liefernden Ergebnisses — diese vier Felder sind „temporär" und „einzigartiges Ergebnis", konkret gemacht. Wenn sich eine Arbeit gegen diese Felder sperrt (kein klares Ende, kein konkretes Ergebnis), ist das ein nützliches Signal: Sie schauen wahrscheinlich auf Routinebetrieb, der als Projekt verkleidet ist.