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10.2 Zertifikate — was sie öffnen und was sie nicht ersetzen
Über Zertifikate wird meistens die falsche Frage gestellt. «Welches ist das beste?» hat keine Antwort, weil die drei verbreiteten Systeme unterschiedliche Dinge tun; brauchbar ist nur die Frage, was ein Zertifikat in Ihrer Lage öffnet und wer es überhaupt verlangt. Diese Seite stellt IPMA über die GPM, PMP und PRINCE2 nebeneinander — mit den veröffentlichten Voraussetzungen, nicht mit Werbeversprechen. Sie sagt außerdem offen, was sich über den deutschen Zertifizierungsmarkt zahlenmäßig nicht sagen lässt und warum fast alles, was Ihnen dazu begegnet, von Anbietern stammt, die Zertifizierungen verkaufen. Und sie beantwortet die Frage nach der Reihenfolge: erst das Projekt oder erst das Zertifikat.
DAS WICHTIGSTE AUF DIESER SEITE
- Vergleichen Sie nicht nach Preis oder Bekanntheit, sondern danach, was ein Zertifikat öffnet und wer es in Ihrem Umfeld tatsächlich verlangt — in Ausschreibungen und Konzernbeziehungen ist es teils ein Zulassungskriterium, sonst oft gar kein Thema.
- Bei IPMA ist Erfahrung keine Alternative zum Zertifikat, sondern seine Voraussetzung: Level D ohne Vorerfahrung, Level C drei Jahre in verantwortlicher Rolle, Level B fünf Jahre Leitung, davon drei in komplexen Vorhaben, Level A fünf Jahre auf hochkomplexer Ebene, davon drei strategisch.
- Das Basiszertifikat der GPM liegt unterhalb von Level D und ist keine IPMA-Stufe. Und die Level C, B und A verfallen nach fünf Jahren ohne Rezertifizierung — ein Zertifikat ist ein Zustand, kein Besitz.
- Zahlen zum deutschen Markt gibt es praktisch nicht. PMI veröffentlicht keine Länderzahlen, PeopleCert nur weltweite kumulierte Prüfungszahlen; jede kursierende deutsche Zahl stammt von Anbietern, die die Zertifizierung verkaufen.
- Die Reihenfolge lohnt sich fast immer so: erst ein abgeschlossenes schweres Projekt mit einer geschriebenen Spur, dann das Zertifikat. Das Zertifikat passiert Filter und liefert Vokabular — Erfahrung erzeugt es nicht.
Wozu ein Zertifikat gut ist — und wozu nicht
Vorweg die nüchterne Einordnung, damit der Rest der Seite richtig gelesen wird: Kein Zertifikat ist Voraussetzung dafür, ein Projekt zu leiten. Es gibt keine gesetzliche Zulassungspflicht, keine Kammer, keine geschützte Berufsbezeichnung. Wer das Gegenteil nahelegt, verkauft in aller Regel etwas.
Was ein Zertifikat leistet, lässt sich in drei Punkten sagen. Erstens: Es liefert gemeinsames Vokabular. In einer Runde mit Externen, Beratern oder einem Konzernkunden benutzen dann alle dieselben Wörter für dieselben Sachen — das spart in jeder Sitzung Zeit und verhindert die Missverständnisse, die entstehen, wenn zwei Leute «Meilenstein» oder «Freigabe» unterschiedlich verwenden. Zweitens: Es erzwingt Vollständigkeit. Im Alltag lernt man nur, worauf man stößt; ein Lehrgang mit Prüfung zwingt Sie einmal durch Themen, die Ihnen bisher zufällig erspart geblieben sind — Vertragsarten, Beschaffung, Risikomethoden. Drittens: Es passiert automatische Filter. In manchen Ausschreibungen, Rahmenverträgen und Konzernbeziehungen ist ein bestimmtes Zertifikat schlicht Bedingung. Dort zählt es unabhängig davon, ob man es für sinnvoll hält.
Was es nicht leistet, ist ebenso klar. Es erzeugt keine Erfahrung; es macht Sie nicht zur Führungskraft; und es weiß nichts über Ihr Haus — nicht über die Freigabekette, nicht über die Person, die im entscheidenden Moment im Urlaub ist, nicht über die Klausel in Ihrem Vertrag. Das ist keine Kritik an den Systemen, sondern eine Beschreibung ihrer Reichweite: Sie prüfen Wissen und, je nach Stufe, dokumentierte Erfahrung. Alles Übrige findet in Projekten statt.
Die folgende Abbildung stellt die drei verbreiteten Systeme in vier Zeilen nebeneinander: für wen sie passen, welche Voraussetzungen veröffentlicht sind, was sie ausdrücklich nicht tun — und in der breiten Zeile darunter das, was sich über den deutschen Markt zahlenmäßig nicht sagen lässt. Diese unterste Zeile ist die ehrlichste und zugleich die, die in Werbematerial nie vorkommt; lesen Sie sie zuerst, wenn Sie nur eine Zeile lesen.
IPMA über die GPM — vier Stufen mit wachsender Erfahrungsschwelle
Im deutschsprachigen Raum ist das IPMA-System am weitesten verbreitet. Die Zertifizierung erfolgt hier über die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement und deren Zertifizierungsstelle PM-ZERT. Der Aufbau ist eine Leiter mit vier Stufen, und ihre Besonderheit ist, dass ab der zweiten Stufe nicht mehr Wissen im Vordergrund steht, sondern nachgewiesene Verantwortung.
Level D setzt keine Vorerfahrung voraus. Es prüft Kenntnisse und ist damit die Stufe, die man vor dem ersten großen Projekt erwerben kann. Level C verlangt drei Jahre in verantwortlicher Projektmanagement-Rolle — oder alternativ drei Jahre Leitung von Teilprojekten komplexer Projekte. Level B verlangt fünf Jahre in der Leitung von Projekten, Programmen oder Portfolios, davon drei in komplexen Vorhaben. Level A verlangt fünf Jahre auf hochkomplexer Ebene, davon drei im strategischen Bereich.
Aus dieser Staffelung folgt eine Aussage, die man häufig missversteht: Erfahrung ist bei diesem System keine Alternative zum Zertifikat, sondern seine Voraussetzung. Wer sagt «ich brauche kein Zertifikat, ich habe Erfahrung», hat den Aufbau nicht gesehen — ab Level C ist genau diese Erfahrung der Prüfgegenstand, und ohne sie kommt man dort gar nicht hin.
Zwei Dinge werden regelmäßig verwechselt und sollen deshalb ausdrücklich hier stehen. Das Basiszertifikat der GPM liegt unterhalb von Level D und ist keine IPMA-Stufe. Es ist ein sinnvoller Einstieg für Mitarbeitende, die in Projekten mitarbeiten, ohne sie zu leiten — aber es ist kein «IPMA Level E» und sollte in einem Lebenslauf nicht so dargestellt werden, weil jeder, der das System kennt, es sofort bemerkt.
Und: Die Level C, B und A verfallen nach fünf Jahren ohne Rezertifizierung. Ein Zertifikat dieser Stufen ist damit kein einmal erworbener Besitz, sondern ein Zustand, der gepflegt werden muss. Das ist bei der Planung wichtig — sowohl finanziell als auch zeitlich —, und es ist bei der Bewertung fremder Lebensläufe wichtig: Die Angabe «IPMA Level B» ohne Jahreszahl sagt nichts darüber, ob das Zertifikat heute noch gilt.
PMP — das erfahrungsbasierte System des PMI
Das PMP des Project Management Institute ist das international bekannteste Zertifikat und in Häusern mit amerikanischer Konzernmutter oder starkem Auslandsgeschäft am häufigsten anzutreffen. Seine Grundidee ähnelt der von IPMA Level C und darüber: Es ist erfahrungsbasiert, das heißt, der Zugang selbst ist an nachgewiesene Projektleitungspraxis geknüpft.
Die veröffentlichten Zugangsvoraussetzungen sind gestaffelt nach Vorbildung: ein Bachelorabschluss und drei Jahre Projektleitung, oder ein Diplom und vier Jahre, oder Abitur und fünf Jahre. In allen Fällen kommen 35 Stunden Weiterbildung im Projektmanagement hinzu, die vor der Prüfung nachzuweisen sind. Wer diese Schwellen liest, erkennt den Zweck: Das PMP ist nicht als Einstiegsqualifikation gedacht, sondern als Bestätigung einer bereits vorhandenen Praxis.
Der praktische Nutzen liegt vor allem in der Reichweite. Ein PMP wird in sehr vielen Ländern und Branchen ohne weitere Erklärung verstanden, was es für alle wertvoll macht, die grenzüberschreitend arbeiten oder es vorhaben. Der Preis dafür ist eine gewisse Abstraktion: Ein weltweit einheitliches System kann auf die Besonderheiten des deutschen Werkvertragsrechts, auf VOB/B oder auf die Rolle des Betriebsrats naturgemäß nicht eingehen. Diese Lücke müssen Sie anderswo schließen — am billigsten über den eigenen Vertrag, wie in 10.1 Weiterlernen beschrieben.
PRINCE2 — eine Methodik in zwei Stufen
PRINCE2 unterscheidet sich von den beiden anderen dadurch, dass es keine Qualifikationsleiter für Personen abbildet, sondern eine Methodik zertifiziert: einen festgelegten Satz von Phasen, Rollen, Gremien und Dokumenten. Wer die Prüfung besteht, hat gezeigt, dass er dieses Vorgehensmodell kennt und anwenden kann.
Es gibt zwei Stufen. Foundation hat keine Zugangsvoraussetzungen und prüft, ob Sie die Begriffe und den Aufbau der Methodik beherrschen. Practitioner setzt voraus, dass Sie zuvor das Foundation-Examen bestanden haben, und prüft die Anwendung auf einen vorgelegten Fall.
Für wen sich das lohnt, lässt sich recht genau sagen: für Menschen, die in einer Umgebung mit ausgeprägten Phasen, definierten Rollen und regelmäßigen Gremiensitzungen arbeiten — also in ziemlich vielen Häusern, und besonders dort, wo ein Projektmanagement-Büro Vorlagen und Berichtswege vorgibt. Wer dagegen in einem kleinen Haus arbeitet, in dem drei Personen alles entscheiden, wird viele Rollen des Modells auf dieselben drei Personen abbilden und dabei mehr Aufwand als Nutzen erzeugen.
Und noch etwas, das mit der Struktur zusammenhängt: Weil PRINCE2 ein Vorgehensmodell ist, sagt das Zertifikat nichts darüber aus, ob jemand ein Projekt zu Ende gebracht hat. Es sagt, dass er die Methode kennt. Das ist ein legitimer und nützlicher Nachweis — er beantwortet nur eine andere Frage als IPMA Level B.
Was sich über den deutschen Markt nicht sagen lässt
Jetzt der Teil, der auf dieser Seite ausdrücklich Thema ist, weil er im Umfeld von Zertifizierungen besonders oft schiefgeht. Über die Zahl der Zertifikatsinhaber in Deutschland lassen sich fast keine belastbaren Aussagen treffen — und trotzdem kursieren überall Zahlen.
Die Gründe liegen bei den Herausgebern selbst. Das PMI veröffentlicht keine Aufschlüsselung nach Ländern. Jede Angabe zur Zahl der PMP-Inhaber in Deutschland ist deshalb entweder geschätzt oder aus einer anderen Größe hochgerechnet; belegen lässt sie sich nicht. PeopleCert nennt für PRINCE2 nur weltweite, kumulierte Prüfungszahlen — kumuliert heißt: über die gesamte Laufzeit hinweg abgelegte Prüfungen, nicht heute gültige Zertifikate und nicht Personen. Aus einer solchen Zahl lässt sich ein deutscher Anteil nicht ableiten.
Was in der Folge passiert, ist absehbar: Die kursierenden deutschen Zahlen stammen von Anbietern, die die Zertifizierung verkaufen — von Schulungshäusern, Lehrgangsanbietern und Beratungen. Das macht sie nicht zwangsläufig falsch, aber es macht sie ungeeignet als Beleg, weil der Herausgeber ein wirtschaftliches Interesse am Ergebnis hat und die Erhebungsmethode nicht offenliegt.
Es gibt genau eine Zahl, die sich in diesem Zusammenhang nennen lässt, und sie muss ihren Vorbehalt im selben Satz tragen: Die PM-ZERT hat im Mai 2022 ihr 100 000. IPMA-Zertifikat ausgestellt — das ist eine kumulative Angabe über alle jemals ausgestellten Zertifikate, nicht die Zahl der aktuell gültigen. Der Unterschied ist erheblich, denn die Level C, B und A verfallen nach fünf Jahren ohne Rezertifizierung; die Zahl der heute gültigen Zertifikate liegt daher zwangsläufig darunter, und um wie viel, ist nicht veröffentlicht.
Warum diese Genauigkeit? Weil Zahlen dieser Art regelmäßig als Argument in Budgetgesprächen auftauchen — «100 000 Zertifikate in Deutschland, das ist der Standard» — und weil so ein Satz gleich zwei Fehler enthält: Er verwandelt kumulierte in aktuelle Zahlen und macht aus einer Anbieterstatistik einen Marktstandard. Wer ihn benutzt und einmal darauf angesprochen wird, verliert die Glaubwürdigkeit für alles Übrige, was er in derselben Sitzung sagt. «Dazu gibt es keine belastbaren Zahlen, und hier ist der Grund» ist in jeder Runde die stärkere Aussage. Dieselbe Haltung gilt für Erfolgs- und Scheiterquoten von Projekten; warum auch dort nichts Zitierfähiges vorliegt, steht in 10.0 Fazit und nächste Schritte.
Wann sich die Reihenfolge lohnt
Bleibt die Frage, die tatsächlich zu entscheiden ist: erst das Zertifikat oder erst das Projekt? Die Antwort ist in den meisten Fällen eindeutig — erst ein abgeschlossenes schweres Projekt mit einer geschriebenen Spur, dann das Zertifikat.
«Geschriebene Spur» ist dabei der entscheidende Teil und meint etwas sehr Konkretes: dass es am Ende Ihres Projekts Unterlagen gibt, die Ihre Arbeit belegen und die Sie einem Fremden vorlegen könnten. Ein Abnahmeprotokoll. Eine Reihe von Statusberichten, deren erste Zeile jeweils eine Entscheidung nennt. Eine Liste offener Punkte mit Verantwortlichen und Terminen. Ein Nachtrag, der verhandelt und unterschrieben wurde. Diese Unterlagen sind nicht nur Nachweise für eine Zertifizierungsstelle, sondern der Rohstoff, aus dem im Lehrgang überhaupt erst Verständnis wird.
Der Grund für die Reihenfolge ist lernpsychologisch banal und trotzdem entscheidend: Stoff braucht etwas, woran er andockt. Wer ohne Projekterfahrung über Risikomanagement liest, merkt sich eine Methode; wer es liest, nachdem ihm ein Lieferant ausgefallen ist, merkt sich eine Lösung. Dieselbe Seite Text hat in beiden Fällen einen völlig unterschiedlichen Ertrag.
Dazu kommt der praktische Punkt: Ab Level C bei IPMA und beim PMP ist die Erfahrung ohnehin Zugangsvoraussetzung. Wer zuerst zertifizieren will, landet zwangsläufig auf der Einstiegsstufe — was in Ordnung ist, solange man weiß, dass diese Stufe genau das aussagt, was sie aussagt: Wissen, nicht Praxis.
Es gibt drei Ausnahmen von dieser Reihenfolge, und sie sind es wert, genannt zu werden. Erstens der harte Filter: Wenn in Ihrem Umfeld ohne ein bestimmtes Zertifikat keine Bewerbung durchkommt oder kein Rahmenvertrag zustande kommt, ist die Diskussion beendet — dann ist es eine Eintrittskarte, kein Lernvorhaben. Zweitens der Quereinstieg: Wer aus einem ganz anderen Feld kommt und noch gar keine Projektsprache hat, profitiert von einem Einstiegszertifikat auch ohne Projekt, weil es die Sprachlücke schließt. Drittens der bezahlte Lehrgang: Wenn der Arbeitgeber die Weiterbildung ohnehin bezahlt und die Arbeitszeit dafür freistellt, ist der Preis der falschen Reihenfolge niedrig genug, um sie in Kauf zu nehmen.
Und eine Warnung zum Schluss dieses Abschnitts: Ein Zertifikat weiß nichts über die Freigabekette in Ihrem Haus. Es sagt Ihnen nicht, dass die Werksleitung abnimmt und nicht der Fachbereich, dass eine Unterschrift im August drei Wochen dauert oder dass ein bestimmter Einkäufer jeden Nachtrag grundsätzlich einmal ablehnt. Genau diese Dinge entscheiden aber über Ihren nächsten Termin. Das Zertifikat ist deshalb eine Ergänzung zur Kenntnis Ihres Hauses, niemals ein Ersatz dafür.
So sieht das in AB aus
Eine Zertifizierung ist selbst ein kleines Projekt mit Terminen, Nachweisen und einer Prüfung — und sie scheitert aus denselben Gründen wie andere Projekte: weil sie neben dem Tagesgeschäft läuft und nie dringend ist. In AB Projects lässt sich das mit vier Handgriffen absichern.
Legen Sie die Zertifizierung als eigenes Vorhaben an, nicht als Notiz. Mit einem Enddatum, das an einem echten Prüfungstermin hängt, und mit drei bis vier Meilensteinen davor: Nachweise vollständig, Weiterbildungsstunden zusammen, Anmeldung abgeschickt, Prüfungsvorbereitung abgeschlossen. Ein Meilenstein ist ein Zeitpunkt ohne Dauer — genau deshalb eignet er sich für Zustände wie «angemeldet», die entweder erreicht sind oder nicht.
Führen Sie die geforderten Erfahrungsnachweise laufend mit, nicht rückblickend. Legen Sie in jedem Projekt eine Aufgabe «Erfahrungsnachweis ergänzen» an, fällig zum Projektende, und schreiben Sie dort drei Zeilen: Rolle, Zeitraum, Verantwortung. Wer diese Zeilen erst nach drei Jahren aus dem Gedächtnis rekonstruiert, verliert entweder Projekte oder Genauigkeit — meistens beides.
Sammeln Sie die Weiterbildungsstunden dort, wo sie entstehen. Eine schlichte Liste mit Datum, Veranstaltung und Stundenzahl genügt; entscheidend ist, dass der Eintrag am selben Tag entsteht. Die 35 Stunden, die das PMP verlangt, sind im Nachhinein erstaunlich schwer zu belegen, wenn niemand mitgeschrieben hat.
Und setzen Sie beim Erwerb eines Level C, B oder A sofort eine Erinnerung auf das Rezertifizierungsdatum — fünf Jahre im Voraus, mit einer Vorwarnung ein halbes Jahr davor. Das ist der unspektakulärste Nutzen eines Aufgabensystems und einer der zuverlässigsten: Ein verfallenes Zertifikat merkt man sonst genau dann, wenn man es vorlegen soll.
Begriffe auf dieser Seite
- IPMA
- Der Verband hinter dem vierstufigen Zertifizierungssystem, in Deutschland über die GPM und deren Stelle PM-ZERT. Ausführlich
- Projekt
- Ein einmaliges, befristetes Vorhaben mit einem Ergebnis, das es vorher nicht gab. Ausführlich
- Projektmanagement-Büro
- Die Stelle, die Regeln, Vorlagen und Berichtswege für mehrere Projekte vorgibt — ohne eigene Weisungsbefugnis. Ausführlich
- Meilenstein
- Ein Zeitpunkt ohne Dauer, an dem ein Zustand erreicht ist — kein Arbeitspaket. Ausführlich
- Statusbericht
- Die wiederkehrende Seite, deren erste Zeile die benötigte Entscheidung nennt — ein Teil Ihrer geschriebenen Spur. Ausführlich
- Nachtrag
- Die vereinbarte Änderung des Leistungsumfangs samt Preis und Termin — mit Ankündigung vor Beginn. Ausführlich
- Abnahme
- § 640 Abs. 1 BGB: die Anerkennung des Werkes als im Wesentlichen vertragsgemäß — das Protokoll gehört in Ihre Nachweismappe. Ausführlich
- DIN 69901
- Das deutsche Normwerk zum Projektmanagement, Fassung 2009-01, in fünf Teilen — die Begriffsgrundlage vieler Lehrgänge. Ausführlich
- Berater
- Der externe Fachmann auf Zeit — häufig über Dienstvertrag gebunden, mit geschuldeter Tätigkeit statt Erfolg. Ausführlich
- Fortschritt
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